Zahlen und Fakten Gran Canarias

Viele glauben, Gran Canaria sei die größte der sieben Kanarischen Inseln. Das stimmt nicht, sie ist mit ihren 1.500 qkm die drittgrößte Insel. Charakteristisch für die Insel ist die größtenteils steile Felsküste, sie fällt oft mehrere hundert Meter ins Meer ab. Es gibt Wüstengebiete, mächtige Berge, tropische Vegetation und versteckte Sandstrände. Nicht umsonst nennt man Gran Canaria auch einen Miniatur-Kontinent.

Die Insel kennt verschiedene Klimazonen. Oft liegen die Wolken dicht über Las Palmas und dem Norden der Insel, während im Süden die Sonne vom blauen Himmel scheint. Ein Blick auf den Globus zeigt, daß die Kanarischen Inseln ungefähr 4 Grad nördlich des sogenannten Wendekreis des Krebses liegen, der gleiche Breitengrad der durch Havanna auf Kuba geht und etwas westlich des 0-Meredians. Jede der 7 Inseln hat eine ganz besondere Eigenart, aber alle profitieren sie von der sommerlichen Brise, die vom afrikanischen Festland herüberweht. Das Zusammenspiel von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Wind sichert Gran Canaria einen ewigen Frühling. Zwischen dem wärmsten und dem kältesten Monat sind es nur 8 Grad Temperaturunterschied. Das angenehme Klima ist auch den Atlantischen Meeresströmungen zu verdanken, die die Temperatur niedriger halten als auf vergleichbaren geographischen Breitengraden. Im Sommer liegt die Wassertemperatur ungefähr bei 23-24 Grad, im Winter bei 18-19 Grad.

Geschichtstabelle

Seit 1100 v. Chr.
Während Ihrer Entdeckungsfahrten entlang der afrikanischen Küste gelangen Phönizier und Karthager auf die Kanarischen Inseln. Ein dauerhafter Handelsverkehr kommt jedoch nicht zu Stande.

1. Jh. n.Chr.
Plinius d.Ä. (23-79 n.Chr.) Römischer Naturforscher schildert in seiner "Historia Naturalis" die Expedition zu einer Inselgruppe, die er "Canaria" nennt -Insel der Hunde-.

1344
Papst Clemens VI. ernennt den spanischen Adligen Luis de la Cerda zum König der Kanarischen Inseln, ein Titel ohne Folgen, da auf den Inseln noch die Altkanarier herrschen.

1478
Der spanische Eroberer Juan Rejon geht im Auftrag der kastilischen Krone am 24. Juni 1478 an Land und gründet die Siedlung Las Palmas (er fand dort Palmen vor).

1479
Im Vertrag von Alcacovas zwischen Spanien und Portugal werden die Kanaren der kastilischen Krone zugesprochen.

1483
Nach langen, zähen Kämpfen unterwirft Rejon die beiden Reiche der auf der Insel herrschenden Guonatemen (Könige) Thenesor Semidan in Galdar und Doramas in Telde.

1492
Während seiner ersten Entdeckungsfahrt nach Amerika macht Kolumbus auf Gran Canaria Station.

1799
Alexander von Humboldt geht auf seiner Reise nach Südamerika auf den Kanaren an Land.

1820
Las Palmas wird offiziell Hauptstadt von Gran Canaria.

1852
Königin Isabell die II. erklärt die Kanaren zur Freihandelszone.

1884
Das erste Hotel in Las Palmas wird eröffnet.

1927
Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura werden zur Provinz Las Palmas de Gran Canaria zusammengefaßt.

1930
Bau des Flughafens Gando

1950
Die Insel erlebt mit Beginn des Flugtourismus einen immer steiler werdenden Aufschwung.

1982
Die Kanaren erhalten einen begrenzten Autonomiestatus und eine Regionalverfassung.

1986
Spanien wird EU-Mitglied. Die Kanaren erhalten einen Sonderstatus.

1999
Auf Gran Canaria werden 3 Millionen Urlauber gezählt.